3000 Euro für den guten Zweck

(red). Die Space Party Crew against Aids in Dutenhofen hat Geld für den guten Zweck gespendet: 3000 Euro gingen an die Henry Maske Stiftung (2000 Euro) sowie an die Sportstiftung Hessen und Hope international (je 500 Euro). Vorsitzender Torsten Weicker, übergab die symbolischen Schecks gemeinsam mit seinen Vorstandskolleginnen Almudena Chaparro und Bianca Schlosser bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Zur Krone“ in Münchholzhausen. Die „Space Party Crew against Aids“ besteht seit 20 Jahren und ist ein Förderverein für soziale und karitative Projekte. Das Geld wird bei Veranstaltungen erlöst.

Mit dabei war Frank Busemann. Der Ex-Zehnkämpfer, Olympia-Zweiter 1996, hielt einen Vortrag zum Thema, wie man die Herausforderungen und Erfahrungen im Sport in den Alltag übertragen kann.

3000 Euro für drei gemeinnützige Projekte (v. l.): Torsten Weicker (Vorsitzender Space Party Crew), Frank Busemann, Till Helmke (Sportstiftung) sowie Almudena Chaparro und Bianca Schlosser (Vorstand Space Party Crew). FOTOS: LADEMANN
© Christian Lademann
Space Party Crew against AIDS, Vortrag mit Frank Busemann, 24.10.2020

Kati Wilhelm und Nia Künzer April 2021

hier unser neuer Flyer und Poster für unsere Veranstaltung mit der dreimaligen Olympiasiegerin Kati Wilhelm im April 2021. Die jeweils aktuellen Corona Auflagen werden natürlich eingehalten. Die Erlöse gehen an die Sportstiftung Hessen, das Albert Schweitzer Kinderdorf in Wetzlar und an die Henry Maske Stiftung! Eintritt 10 Euro, die Karten wird es ab Frühjahr 2021 bei 4 all Sports in Wetzlar Dutenhofen geben. Einlass ab 18.30 Uhr mit Musik vom Paul Simpson Projekt. Schirmherrin ist Fußball Weltmeisterin Nia Künzer!!!! Wir freuen uns sehr!!!Danke an alle Sponsoren und an alle Mitwirkende!!!!Space Party Crew against AIDS e.V. Wetzlar Dutenhofen 😍😍😍😍😍Events für den guten Zweck !!!! 🙏🙏🙏

Hanauer Marionetten Theater Dezember 2020

bitte mir mit Voranmeldung unter info@spacepartycrew.de

Space Party Crew spendet 2000 Euro

Verein unterstützt Sportstiftung Hessen und die Henry Maske Stiftung

Die Space Party Crew against Aids aus Dutenhofen hat 2000 Euro an zwei gemeinnützige Stiftungen übergeben. Bei einem Abend mit dem Olympiasieger Dieter Baumann überreichte der Vorsitzende Torsten Weicker je einen Scheck über 1000 Euro an die Sportstiftung Hessen und die Henry Maske Stiftung „A place for kids“. Die Sportstiftung Hessen unterstützt hessische Nachwuchs- und Spitzensportler auf ihrem Weg zu Welt- und Europameisterschaften und im Besonderen zu den Olympischen und Paralympischen Spiele in Form von Fördermaßnahmen. Für die Sportstiftung nahm der Vorsitzende des Sportkreises Lahn-Dill, Rolf Koch, den Scheck entgegen.

Der ehemalige Boxer Henry Maske (Berlin) fördert sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und möchte ihnen in schwierigem Lebensumfeld zu sinnvollen Perspektiven verhelfen.
Weicker gab bekannt, dass die Space Party Crew seit ihrer Gründung im Jahr 2000 insgesamt 151.286 Euro Spenden gesammelt hat.

Bild: Scheckübergabe bei der Space Party Crew mit Rolf Koch, Andre Leuning, Dieter Baumann, Torsten Weicker, Cathrin Wenzel und Bianca Schlosser.

Kabarett mit Olympiasieger Dieter Baumann 18.09.2020

Toller Abend mit Dieter Baumann am 18.09.20 im Bürgerhaus Müncholzhausen. Wir bedanken uns bei der tollen Saxophon Musik, bei allen Gästen, allen Sponsoren, Security, bei allen Mitwirkenden, beim Landrat für die tolle Spende. Nach fast einem Jahr Pause sind wir wieder Back. Wir konnten erneut 1000 Euro an die Sportstiftung Hessen und 1000 Euro an die Henry Maske Stiftung spenden. Trotz der eingehaltenen Corona Auflagen war es eine Klasse Veranstaltung. Wir freuen uns nun auf Frank Busemann, Hanauer Marionetten Theater, Kati Wilhelm, Nia Künzer und Henry Maske.

Spendenaktion für die „HENRY MASKE STIFTUNG“

wir sammeln ab sofort für die Henry Maske Stiftung A place for Kids.

Auch diesen großen Sportstar konnten wir für ein Event für die Space Party Crew against AIDS e.V. Wetzlar gewinnen. Sein soziales Engagement hat uns überzeugt. Also helft uns bitte mit, vielen bedürftigen Kindern in ganz Deutschland zu helfen und gleichzeitig ein Event mit Henry Maske auf die Beine zu stellen. DANKE !!!!

Spendenkonto der Space Party Crew against AIDS e.V., Wetzlar:

Bank: Ethik Bank

IBAN: DE39830944950003077306

BIC: GENODEF1ETK

Vermerk: Henry Maske Stiftung

Rückblick JHV 2020 mit Frank Busemann

30 Jahre Space Party Crew / 20 Jahre Space Party Crew against AIDS e.V.

Protokoll der Jahreshauptversammlung der Space Party Crew against AIDS e.V. vom 24.10.2020

1. Beginn: 18. Uhr, im Saal der Gaststätte Krone in Münchholzhausen.

Der 1. Vorsitzende (Torsten Weicker) begrüßte alle anwesenden Mitglieder und Gäste. Gegen die ordnungsgemäße Einladung und die angekündigte Tagesordnung wurden keine Einwände erhoben. Der 1.Vorsitzende (Torsten Weicker) dankte allen Mitgliedern für die Unterstützung der Vereinsaktivitäten. Es waren 23 stimmberechtigte Mitglieder und drei Gäste anwesend. Die Corona Auflagen wurden eingehalten, es gab eine feste Sitzplatzordnung, während der gesamten Versammlung wurden Maske getragen. Die Redner trugen auch eine Maske und es wurden keine Getränke und Speisen angeboten. Abstand wurde eingehalten.

2. Unter Punkt 2 folgte eine Spendenübergabe von insgesamt 3000 Euro. Die Spende ging an die Henry Maske Stiftung, Sportstiftung Hessen und Hope international.

3. Die zweite Vorsitzende (Bianca Schlosser) gab mit einem Bildvortag einen Rückblick auf die Projekte 2019 / 2020.

4. Der erste Vorsitzende (Torsten Weicker) gab den aktuellen Stand der Gesamtspenden der Space Party Crew against Aids e.V. an gemeinnützige Projekte bekannt = 154.186,42 EUR.

5. Die aktuelle Mitgliederentwicklung wurde von Torsten Weicker mit einer Grafik erläutert. Aktuell hat die Space Party Crew against AIDS e.V. 312 Mitglieder plus 16 Firmenmitglieder (Stand Oktober 2020).

6. Bianca Schäfer trug einen ausführlichen Finanzbericht vor, in welchem er die Auszahlungen und Einnahmen der durchgeführten Veranstaltungen sowie die geleisteten Spenden des vergangen Jahres bekannt gab.

7. Dem Kassierer (Jochen Schäfer) bescheinigte unser 2. Kassenprüfer Andreas Weber, dass die Prüfung ohne Beanstandungen geblieben ist.

8. Andreas Weber stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Hier gab es 20 Ja- Stimmen für die Entlastung drei Enthaltungen.

9. Bianca Schlosser schlug als Wahlleiter Torsten Weicker vor, als Wahlhelfer wurde Almu Chaparro vorgeschlagen. Die Versammlung stimmte einstimmig zu und beide nahmen die Wahl an.

Wahl von 1. Beisitzer, vorgeschlagen wurde:

Jan Spenemann

Zu dem Beisitzer gab es 22 Zustimmungen und eine Enthaltung. Jan Spenemann nahmen die Wahl an.

Als nächster Punkt stand die Wahl „Ausschuss für Projektgelder“ an, folgende Mitglieder wurden vorgeschlagen:

Tina Hamann (23 Ja-Stimmen)

Margit Volk (23 Ja-Stimmen)

Beide nahmen in Vertretung von Torsten Weicker die Wahl an.

Als Kassierer wurde Jochen Schäfer vorgeschlagen. Es gab keine weiteren Wahlvorschläge. Jochen Schäfer wurde mit 23 Ja- Stimmen gewählt. (Jochen Schäfer nahm in Vertretung von Torsten Weicker die Wahl an).

10. Der 1. Vorsitzende (Torsten Weicker) gab der Versammlung die geplanten Aktivitäten für die Jahre 2020 / 2021 bekannt. Als wichtigste Aufgabe des Vorstandes wurde festgehalten, weiterhin neue Mitglieder und Firmenmitglieder zu gewinnen.

11. Gastvortrag von ehemaligem Zehnkämpfer und Silbermedaillen Gewinner Frank Busemann aus Dortmund, um 19.30 Uhr beendete Torsten Weicker die Sitzung und dankte nochmals allen Mitgliedern

Ende: gegen 19.30 Uhr

Wetzlar, den 25.10.2020

Torsten Weicker

Kanutin Birgit Fischer: „Das Alter spielt keine Rolle“

Mit Kanutin Birgit Fischer ist die erfolgreichste deutsche Sportlerin aller Zeiten Gast der Space Party Crew in Münchholzhausen, wo sie über ihr Buch und ihr bewegtes Leben spricht.


zum Foto:
Bewegtes Leben: Kanutin Birgit Fischer ist eine der erfolgreichsten Athletinnen der Welt. Im Gasthaus „Zur Krone“ in Münchholzhausen spricht sie über ihr Buch „Mein Weg zum Gold – in 303 Tagen zum olympischen Triumph“. Foto: Martin Weis

WETZLAR-MÜNCHHOLZHAUSEN – Wetzlar-MünchholzhausenIrgend wie passt das ein wenig spartanische Ambiente zu ihr. Reduziert, kein Schnickschnack, kein großer Aufwand. Sie mag es, wenn Zurückhaltung die Hauptrolle spielt. Also steht Birgit Fischer auf einem kleinen Podium an einem Stehtisch mit Husse, eingerahmt von zwei Roll-ups. Dahinter: Fenster, Heizkörper, Gardine mit blau-grauen Übervorhängen. Draußen wartet ihr weißer Kleinbus, „in dem ich immer schlafe, wenn ich unterwegs bin.“

Drinnen, im Saal der Gastwirtschaft „Zur Krone“ im Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen, räumt die erfolgreichste Athletin, die die Welt je gesehen hat und wahrscheinlich auch sehen wird, die Flasche Wasser aus dem Weg und bestellt erst einmal ein Pils. Und spricht über ihr Buch „Mein Weg zum Gold – in 303 Tagen zum olympischen Triumph.“

Über das Kanufahren, „den schönsten Sport der Welt.“ Über ihre tiefe Liebe zur ursprünglichen und unverbauten Natur ihrer brandenburgischen Heimat. Über Familie. Und vor allem: Über ihre Motivation, auch mit 42 noch an einem Olympia-Comeback arbeiten zu können. „Das Alter spielt keine Rolle, wenn Sie Ihrer Bestimmung, Ihrem Traum, Ihrer Leidenschaft und vor allem Ihrem Enthusiasmus folgen.“ Die Zuhörer, die der Einladung der Space Party Crew gefolgt sind, hängen wie gebannt an den Lippen der heute 57-Jährigen.

Nach der Karriere
ist vor der Karriere

Nur 303 Tage vor Beginn der Sommerspiele in Athen 2004 startet die Mutter von zwei Kindern mit dem Training für ihr x-tes Comeback. Drei Jahre lang hat sie pausiert und das Thema Wettkampfsport eigentlich ad acta gelegt. Doch das Unmögliche zu wagen, sich noch einmal mit über 40 Jahren für Olympische Spiele zu qualifizieren, reizt die vielfache Welt- und Europameisterin so sehr, dass sie erneut zum Paddel greift. Das Risiko zu scheitern, womöglich nicht an den Spielen, ihren sechsten seit Moskau 1980, teilnehmen zu können, ist für sie Ansporn und (notwendiger) Druck zugleich. Am Ende holt sie im Vierer Gold und im Zweier Silber.

Doch nicht die Erfolge in den Finalrennen über 500 Meter stehen im Zentrum des Buches, das sie am Ende bei dem einen oder anderen Gerstensaft mehr („Ich muss ja nicht mehr fahren“) signiert und für 15 Euro verkauft, sondern die sportliche Vita der „Kanu-Königin“, die in ihrer langen Laufbahn 27 Mal Weltmeisterin wurde und in Moskau, Seoul, Barcelona, Atlanta, Sydney und Athen acht olympische Gold- und vier Silbermedaillen einsammelte. Und wenn die DDR 1984 nicht Los Angeles boykottiert hätte, so wäre sie sicher auch noch an Mark Spitz, Carl Lewis oder Wunderläufer Paavo Nurmi vorbeigezogen …

Auch sieben Jahre nach Griechenland kann es Birgit Fischer noch immer nicht lassen. Die Brandenburgerin trainiert weiter, bewirbt sich für London 2012, „weil dieses Kribbeln, das mich einfach nie loslässt, wenn ich in ein Boot steige, immer noch da war.“ Doch zu einer weiteren Goldfahrt soll es nicht mehr kommen. Wegen Herzrhythmusstörungen muss sie die Vorbereitung abbrechen.

Als Kanulehrerin rund um den Globus unterwegs
Nach ihrer aktiven Laufbahn arbeitet die Diplomsportlehrerin zunächst zwei Jahre als Bundestrainerin und dann in einem Energieunternehmen, hält es dort aber nur sechs Monate aus. „Nie konnte ich meine Kreativität wirklich einbringen“, sagt sie dazu. „Wer sich in seinem Job nicht wohlfühlt, der muss auch mal den Mut haben, die Konsequenzen zu ziehen und aufzuhören, egal ob eine neue Herausforderung vor der Tür steht oder nicht.“

Sie macht ihre Passion zum Beruf und gründet 2004 „kanuFISCH“, eine Paddelschule für Einsteiger, Touristen und Wettkampfsportler. Gerade ist sie aus Grönland zurückgekehrt, sie hat aber auch schon Menschen, „die den Popo haben, sich in ein so enges Boot zu zwängen“, in Schweden oder Südafrika betreut.

Bleibt dabei überhaupt noch Zeit für die Familie? Weniger, als sie sich wünschen würde. „Sonntagskaffeekränzchen bei mir am Beetzsee gibt es eher nicht.“ Sohn Ole (33) wohnt 500 Kilometer entfernt im mittelhessischen Gladenbach, sodass sie ihre vierjährige Enkelin nur selten zu Gesicht bekommt. „Meine Tochter Ulla sehe ich oft, und manchmal machen wir alle zusammen Ausflüge.“ Ihr Leben pulsiert. „Es ändern, warum sollte ich? Ich bin zufrieden.“

Vor sechs Jahren hat Birgit Fischer ihre olympischen Devotionalien versteigert. Den Erlös von über 5000 Euro spendete sie einem SOS-Kinderdorf in ihrer Geburtsstadt. Die 57-Jährige aus dem beschaulichen Bollmannsruh hat ihren Weg gefunden. Am Samstag sogar bis nach Münchholzhausen …

Von Alexander Fischer
Chefreporter Wetzlar

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Bewegtes Leben: Kanutin Birgit Fischer ist eine der erfolgreichsten Athletinnen der Welt. Im Gasthaus „Zur Krone“ in Münchholzhausen spricht sie über ihr Buch „Mein Weg zum Gold – in 303 Tagen zum olympischen Triumph“. Foto: Martin Weis

HEIKE HENKEL KOMMT

Nach Schwimmer Michael Groß und Kanutin Birgit Fischer hat die Space Party Crew innerhalb von nur acht Monaten den dritten Hochkaräter zu Gast Am Freitag, 1. November, wird Heike Henkel im evangelischen Gemeindezentrum in Wetzlar-Dutenhofen auf der Bühne stehen. Ab 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) stellt die ehemalige Hochsprung-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin ihr Buch „Entfessele dich“ vor. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden bei der Benefizveranstaltung zugunsten der Sportstiftung Hessen sind natürlich willkommen. (afi)

Von Olympia und Neuschnee


Schwimm-Ikone Michael Groß hält seinen Vortrag in Münchholzhausen ehrenamtlich. Die »Space Party Crew against Aids« erhält dafür 5000 Euro an Spenden. (Archivfoto: dpa)


(jsa). Michael Groß wunderte sich als Jugendlicher in seinem ersten Schwimmrennen für Deutschland darüber, dass er am Ende des Wettkampfs niemanden neben sich im Becken sah. Sein Trainer, der schon am Block auf ihn wartete, teilte ihm mit, dass er 100 Meter zu viel geschwommen sei. Von solchen Anekdoten berichtete der mehrfache Olympiasieger und Weltmeister bei seinem Vortrag, den er am Freitagabend bei der »Space Party Crew against Aids« hielt. In der Gaststätte »Zur Krone« in Münchholzhausen gab der gebürtige Frankfurter Einblicke in seine Gefühlswelt und den Sportalltag mit dem Schwerpunkt Olympia 1984. Der Dutenhofener Verein sammelte Spenden für ein schwerkrankes Mädchen aus Leihgestern. »Hope International« und die Lebenshilfe Gießen überreichten Schecks über je 2500 Euro.

Vor 80 Gästen betrat Groß die Bühne und begann seine Ausführungen mit der Zahl 38 000. So viele Kilometer ist der 55-Jährige in seiner Karriere geschwommen, davon vier Kilometer bei großen, internationalen Turnieren. »Mittlerweile schwimme ich nicht mehr so oft«, ließ Groß wissen. »Jetzt im Sommer bin ich gerne und oft beim Wakeboarden am Heuchelheimer See und schwimme anschließend noch einige Bahnen.« Der Frankfurter sprach von den eigenen Einflussmöglichkeit auf den Ausgang eines Rennens. »Die gegnerische Leistung ist ja nicht beeinflussbar, man muss bei sich selbst sein und an seine Grenze kommen.«

Abstecher zum Basketball

Gespannt lauschte das Publikum den Worten des dreifachen Olympiasiegers, als er begann, von seiner Kindheit zu erzählen. Denn mit 13 Jahren unterbrach Michael Groß sogar seine Schwimmlaufbahn für ein halbes Jahr, versuchte sich im Basketball und startete wenige Zeit später in seinem ersten Schwimmrennen für Deutschland. Durch die Erkrankung eines anderen Sportlers rutschte der mehrfache Weltrekordhalter in einen Wettkampf über 1500 Meter Freistil. Dabei ging es lediglich darum, das Ziel zu erreichen und einen Wertungspunkt für das Land zu holen.

»Schon auf der letzten Bahn wunderte ich mich, warum ich um mich herum niemanden im Becken sah. Ich dachte mir, ich liege offenbar sehr gut im Rennen. Als ich dann anschlug, stand mein Trainer schon am Block. Wir schauten uns ungläubig an und er sagte, ich wäre 100 Meter zu viel geschwommen.« Anschließend nahm Groß das Publikum mit auf eine Zeitreise ins Olympiajahr 1984. In diesem Jahr wollte der 2,13 Meter große Athlet sein Abitur schaffen und die Teilnahme an den olympischen Spielen in den USA sicherstellen. Zu Beginn des Jahres ging es für ein Trainingslager nach Los Angeles. Groß nahm die Gegebenheiten vor Ort als »temporär aufgebautes Schwimmbecken mitten auf einem großen Parkplatz« wahr. Die weiteren Planungen in der Vorbereitung wurden dann im Februar erschwert. Der »Albatros«, wie der Spitzname von Groß lautet, sollte zu Trainingszwecken einen Halbmarathon in Offenbach absolvieren. Allerdings fielen 20 Zentimeter Neuschnee. Der Schwimm-Hüne ließ die Laufeinheit aber nicht etwa ausfallen, sondern zog die 21,1 km tapfer durch. »Dieses Gefühl, dass man etwas schafft trotz Widerständen und damit sich selbst überrascht, ist doch etwas, was unser Leben ausmacht. Hindernisse zu überwinden begleitet uns jeden Tag, aber die besonderen Dinge bleiben im Gedächtnis.«

Am 25. März 1984 stand ein weiterer Halbmarathon in New York an. Um die Belastung noch zu erhöhen, forderte der Trainer des deutschen Teams seine Schützlinge direkt nach dem Lauf zu weiteren 100 Schwimm-Metern auf. »Ich rechnete etwa mit einer Zeit von einer Minute, lag aber bei 53,8 Sekunden. Dies war ein Impuls, mich immer wieder selbst herauszufordern.«

Das Abitur bestand der Hesse einige Wochen später, bevor der komplette Fokus auf Olympia lag. Konkurrent von Groß damals in L.A. war Pablo Morales (USA), der den Weltrekord über 100 Meter Freistil hielt und in der Bahn neben ihm an den Start ging. Der »Albatros« triumphierte in 53,08 Sekunden – mit Weltrekord. »100 Minuten später stand das Staffelrennen an, in dem wir als Weltrekordhalter und Favorit antraten, allerdings den Kürzeren gegen die USA zogen.«

Seinen Vortrag in Münchholzhausen hielt der hessische Titelsammler ohne Gage. Bedingung dafür war, dass der Veranstalter in der Lage ist, einen bestimmten Betrag aufzubringen und diesen einem wohltätigen Zweck zuzuführen. Auf die Frage, woher Groß die Motivation für diesen Einsatz nehme, antwortete er: »Jeder muss, insbesondere in der heutigen Zeit, auch etwas für seine Mitmenschen tun. Das ehrenamtliche Engagement ist der Grundstein eines Hauses, ohne dass das Haus der Gesellschaft zusammenbrechen würde.«

Vortrag mit Olympiasieger Dr. Michael Gross bei der Space Party Crew Wetzlar

Soundwaves beim Vortrag von Olympiasieger Dr. Michael Gross

Space Party Crew spendet 4.500 Euro für „We kick Corona“

Wetzlar-Dutenhofen (rl). Die Space Party Crew against Aids in Dutenhofen hat 4.500 Euro gespendet. Der Betrag geht an den Verein „We kick Corona“, den die beiden Profifußballer Leon Goretzka und Joshua Kimmich (beide Bayern München) initiiert haben. Seit April hat die Initiative über 5 Millionen Euro gesammelt und damit rund 400 Projekte unterstützt. Das Geld geht an Tafeln für Bedürftige, für medizinische Geräte in Krankenhäusern sowie die Obdachlosenhilfe und Blutspendedienste.
Space Party Vorsitzender Torsten Weicker zeigte sich erfreut, dass trotz der Coronakrise so viel Geld für die gute Sache zusammen gekommen ist. Der Verein mit 327 Mitgliedern hat die Spenden vor allem über seiner Internetseite und den facebook-Auftritt eingeworben. Zwei Unterstützer nähten Mund-Nasen-Masken, die rund 600 Euro einbrachten.

Weicker bedauert, dass etliche Veranstaltungen in diesem Jahr nicht stattfinden können. Im April mussten die Auftritte des Hanauer Marionettentheater und im Mai eine Veranstaltung mit den Weltmeisterinnen Kati Wilhelm und Nia Künzer abgesagt werden. Auch konnten weitere Teilnahmen an Veranstaltungen nicht durchgeführt werden. Dennoch hat der Verein seit seinem Bestehen über 149.000 Euro gesammelt. Weicker ist sich sicher, dass im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Space Party Crew die Zahl von 150.000 Euro erreicht wird.

Der Vorsitzende kündigte an, dass die erste Veranstaltung nach dem Lockdown ein Abend mit dem Olympiasieger und Leichtathleten Dieter Baumann am Freitag, 18. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus in Münchholzhausen ausgerichtet wird. Unter dem Titel „Dieter Baumann läuft halt“ gibt es einen kabarettistischen Abend als Benefizveranstaltung. Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 10 Euro und an der Abendkasse 13 Euro. Karten wird es im Haaratelier Figaro Wetzlar Dutenhofen geben.
Zudem wird die Space Party Crew am Samstag, 17. Oktober, ab 18 Uhr in der Gaststätte Zur Krone in Münchholzhausen ihre Jahreshauptversammlung mit Jubiläumsfeier ausrichten.

Bild von links: Vorsitzender Torsten Weicker, Christian Stubenrath und Bianca Schlosser mit dem Scheck über 4.500 Euro für die Initiative „We kick Corona“.

Aus Misserfolgen lernen

Heike Henkel zu Gast in Dutenhofen – Hochsprung-Olympiasiegerin referiert über Selbstmotivation

Heike Henkel zog das Publikum im Ihren Vortrag in den Bann Foto: ras

(ras) Veranstaltet von der Space Party Crew against AIDS und auf Spenden basierend, hielt Heike Henkel, 1992 Hochsprung-Olympiasiegerin in Barcelona, im voll besetzten ev. Gemeindezentrum in Dutenhofen einen Vortrag zum Thema „Erfolg braucht Bilder – Wie Bilder im Kopf über Erfolg oder Misserfolg entscheiden“.

Eingeleitet durch die gefühlvolle Livemusik des Duos Paul Simpson-Project und nach Spendenübergaben, kündigte Schirmherr Wolfram Dette, der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar und jetzige Wirtschaftsdezernent des Lahn-Dill-Kreises, die Europameisterin 1990, Weltmeisterin 1991, Olympiasiegerin 1992 und langjährige Hallen-Weltrekordinhaberin an.

Dabei hob die Mutter dreier Kinder und diplomierte Grafikdesignerin hervor, wie sie auch negative Bilder positiv umsetzten konnte, um sich Motivation und Leistungsvermögen in ihrer einzigartigen Karriere zu erhalten.

1964 als Heike Redetzky in Kiel geboren, wollte Henkel ursprünglich Turnerin der deutschen Spitze werden. Aber nach erfolgen im Jugendbereich in der Leichtathletik, war es im besonderen Ulrike Meyfarth, die sie inspirierte.

National zuvor schon Siegerin über Meyfarth, war es deren zweiter Olympiaerfolg von 1984 in Los Angeles, den Heike Henkel als Elfte live miterleben konnte und der ihr die Überzeugung brachte: „Das kann ich auch“.

Dabei müssen es nach Überzeugung der zwischen 1984 und 2000 zwanzigfachen deutschen Hochsprungmeisterin keine Berühmtheiten als Vorbild sein. Auch Leute des Umfeldes, der Familie bis hin zu den eigenen Kindern, können zur Selbstmotivation beitragen.

Für Heike Henkel ist den wenigsten bewusst, wie stark Bilder im Kopf oder als Aufzeichnungen Emotionen auslösen, Wahrnehmung und Verhalten beeinflussen und den Alltag mitsteuern.

So gelang es Heike Henkel noch heute deutsche Rekordhalterin mit 2,07 m, in weit mehr als einem Jahrzehnt bei mehr als 40 Wettkämpfen die Höhe von zwei Metern zu meistern – die im Frauenbereich auch heute noch die absolute Weltspitze kennzeichnet – und ihre Karriere mit dem Olympiasieg in Barcelona 1992 zu krönen.

Erfolg braucht Bilder

WETZLAR-DUTENHOFEN – Sommer 1992, Barcelona, Olympische Spiele: Die Hochsprungstange fest im Blick, schaut Heike Henkel nach vorn. Einatmen, ausatmen, einatmen. Um sie herum schwirren tausende Stimmen und Rufe aus den Stadionreihen, doch nichts lenkt die junge Frau ab.

Hat 27 Jahre nach ihrem Olympiasieg im Hochsprung viel zu erzählen: Heike Henkel. Foto: Martin Weis 😃

Acht Sekunden steht sie so da, den Mund zum Atmen geöffnet, den Blick geradeaus, die Arme rechts und links weit ausgestreckt neben ihrem Körper. Nicht einmal die 5000-Meter-Läufer, die hektisch ihre Runden drehen, können sie noch ablenken. Dann läuft Heike Henkel, geschwind wie immer, los, überspringt die Latte, die auf 2,02 Meter liegt, und gewinnt Gold. Vor der Rumänin Alina Astafei und der Kubanerin Ioamnet Quintero. Stefka Kostadinowa, die Favoritin aus Bulgarien, hat nicht mehr die Form früherer Jahre und wird Vierte.

Dass sie damals jene Medaille gewann, nach der Sportler für gewöhnlich ihre komplette Karriere lang streben, verdankte Heike Henkel ihren über lange Zeit erarbeiteten Routinen. Heute, über 27 Jahre später, gibt sie diese als Vortragsrednerin und Mentaltrainerin weiter.

So auch auf Einladung der Space Party Crew against Aids im evangelischen Gemeindezentrum in Wetzlar-Dutenhofen, in dem über 100 Interessierte eingefunden haben, um der heute 55-Jährigen gebannt zuzuhören.

Die gebürtige Kielerin, die mit dem ehemaligen Schwimmer Rainer Henkel zwei Söhne und mit ihrem heutigen Ehemann, Ex-Zehnkämpfer Paul Meier, eine gemeinsame Tochter hat, thematisiert in ihrem Vortrag die Bedeutung der Selbstmotivation, insbesondere nach Niederlagen oder Fehlschlägen.

Früh erkennt sie, dass ihre Vorstellungen und ihre Bilder im Kopf ihr Leistungsvermögen in bestimmten Situationen positiv oder auch negativ beeinflussen können. „In Seoul 1988 fühlte ich mich verloren. Das olympische Dorf war eine gesichtslose Hochhausburg, das Stadion spärlich besetzt, die Begeisterung gering.

Da habe ich mich nicht motivieren können.“ Sehr bewusst beginnt sie, negativ erlebte Bilder zu verarbeiten und in Positive zu verwandeln. Mit diesen positiven Bildern bereitet sie sich immer öfter auf Wettkämpfe vor und lernt, damit auch schwierige Trainings- und Wettkampfphasen zu überwinden. Bis es ihr schließlich bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gelingt, ihre schönsten Bilder in die Realität umzusetzen.

Gemeinsam mit der Potenzialentwicklerin Anke Precht hat sie ihr Wissen im Buch „Entfessle dich – wie du aus dir machst, was in dir steckt“ aufgeschrieben. Darin erklärt sie, wie jeder – egal in welchem Beruf er oder sie auch arbeitet – Ziele leichter erreichen kann. Es versteht sich von selbst, dass sie einige Exemplare auch mit nach Dutenhofen gebracht hat, um sie für 24,50 Euro handsigniert an den Mann oder auch die Frau zu bringen …

Schon in jungen Jahren wollte Heike Henkel irgendwann eine Medaille bei Sommerspielen gewinnen. Doch niemand wird von heute auf morgen Olympiasiegerin. Intuitiv setzt sie sich Etappenziele für das eine, ganz große Vorhaben: lokale, dann nationale und erst dann internationale Wettbewerbe gewinnen. „Durch die Erfahrung, etwas Neues geschafft zu haben, habe ich mich auch erst richtig motiviert“, erzählt sie. „Etappenziele sollten umsetzbar und erfolgversprechend sein“, rät die 1,82 Meter große Blondine, die noch immer so aussieht, als habe sie das Stadion Nou Camp gerade als Olympiasiegerin verlassen.

Als Heike Henkel ihr erstes Kind bekommt, will sie am liebsten sofort wieder über zwei Meter hoch springen. Das Ergebnis: eine Verletzung. Daraus hat sie gelernt und rät, sich nicht mit Konkurrenten oder einer früheren Leistung zu vergleichen, wenn sich die Umstände geändert haben. „Sei fair mit dir und passe deine Ziele an“, sagt sie. Nach und nach folgen dann auch wieder die großen Erfolg Henkels Stresssituation war der Hochsprung vor vollen Zuschauerrängen.

Wie 1984 in Los Angeles, wie acht Jahre später in Barcelona.
Ohne auf diese Situationen einzugehen, konnte sie aber keine Olympiasiegerin werden. Sie hat gelernt, sich auf auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Denn Training schaffe Routine, und Routine bringe Sicherheit. „Fleiß kann in jedem Fall Talent schlagen.“

Die Besucher im evangelischen Gemeindezentrum, darunter auch Wetzlars ehemaliger Oberbürgermeister Wolfram Dette, der Schirmherr der Veranstaltung, quittieren das Gehörte mit Applaus.

AM 8. MAI KOMMT KATI WILHELM

Kati Wilhelm war Biathletin. Fünffache Weltmeisterin und dreifache Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin. Am Freitag, 8. Mai, kommt die 43-Jährige aus dem thüringischen Steinbach-Hallenberg im Landkreis Schmalkalden-Meiningen auf Einladung der Space Party Crew um 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) in in Wetzlar-Münchholzhausen.

Nach Schwimmer Michael Groß, Kanutin Birgit Fischer und Hochspringerin Heike Henkel ist Kati Wilhelm die vierte Olympia-Medaillengewinnerin, die sich innerhalb von gut 14 Monaten auf Einladung der Space Party Crew in Mittelhessen die Ehre gibt. (afi)

Von Alexander Fischer Chefreporter Wetzlarer Neue Zeitung

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